
Zwischen Ubud, Jimbaran & Sanur
Nach unseren Flitterwochen auf Bali im Jahr 2018 war für uns schnell klar: Wir kommen zurück. Ein Jahr später, im Sommer 2019, reisten wir erneut nach Indonesien – diesmal als Familienurlaub. Da wir nach unserer ersten Reise so viel von der Insel geschwärmt hatten, bekam vor allem mein Vater große Lust, Bali selbst zu erleben.
Da meine Eltern kein Englisch sprechen und ein gemeinsamer Familienurlaub geplant war, übernahmen wir erneut die komplette Organisation. In diesem Bali Reisebericht teilen wir unsere Erfahrungen, Highlights, Unterkünfte, Strände und ehrlichen Eindrücke aus Jimbaran, Ubud und Sanur.
Was macht Bali so besonders?
Wenn wir an Bali denken, kommen uns sofort bestimmte Bilder in den Kopf: die bekannten Bali Vibes, die offene und herzliche Mentalität der Menschen, das entspannte Surferleben, gesundes Essen, tägliche Zeremonien und Opfergaben, traumhafte Strände und ein ganzjährig angenehmes Klima.
Die Einheimischen begegnen einem fast immer mit einem Lächeln, und diese positive Energie färbt direkt ab. Das Leben wirkt sehr unbeschwert und einfach. Ein gutes Beispiel dafür ist die Organisation im Alltag – selbst Rollervermietungen lassen sich unkompliziert per WhatsApp buchen.
Organisation & Planung
Flüge und Hotels buchten wir individuell. Bei China Airlines fanden wir ein sehr gutes Angebot für die Premium Economy. Da mein Vater sehr groß ist, hätte sich die normale Economy-Klasse – selbst mit Sitzplatzreservierung – nicht gelohnt. Preislich war der Unterschied minimal, der Komfort jedoch deutlich höher. Für einen Langstreckenflug nach Bali können wir Premium Economy absolut empfehlen.
Unsere Unterkünfte buchten wir erneut über booking.com. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, und wir hatten bisher ausschließlich positive Erfahrungen.
In Jimbaran übernachteten wir im Jimbaran Bay Beach Resort and Spa by Prabhu. Einen Mietwagen benötigten wir nicht, da beide Hotels einen Shuttle-Service anboten. Auch die Abholung am Flughafen Denpasar verlief problemlos.
Das Visum kauften wir direkt bei der Einreise. Vor der Reise lohnt es sich, die beste Reisezeit zu prüfen – hilfreich ist hierfür zum Beispiel die Website TravelKlima.
Zweiter Eindruck: Bali im Wandel
Im Vergleich zum Vorjahr war Bali deutlich voller. Der typische Bali-Flair war zwar sofort wieder da, dennoch war es erstaunlich zu sehen, wie viel sich innerhalb nur eines Jahres verändert hatte.
Für meine Eltern war alles eine positive Reizüberflutung. Sie wirkten durchgehend glücklich, neugierig und beeindruckt von der Kultur und den Menschen.

Wir entschieden uns bewusst für zwei sehr unterschiedliche Orte: Jimbaran im Süden und Ubud im Hochland. So konnten wir die Gegensätze der Insel optimal zeigen.
Jimbaran – Strand & Entspannung im Süden von Bali
Jimbaran ist ein kleiner Fischerort südlich von Kuta und bekannt für seinen langen, ruhigen Strandabschnitt. Hier geht es deutlich entspannter zu als in den touristischen Zentren. Der Ort eignet sich ideal für einen ruhigen Start in den Bali Urlaub.
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten auf Bali
Der Uluwatu Tempel (Pura Luhur Uluwatu) gehört zu den bekanntesten Bali Sehenswürdigkeiten. Er liegt auf rund 70 Meter hohen Felsklippen und bietet einen spektakulären Blick auf den Ozean.


Drohnen sind verboten, und gegen eine kleine Gebühr erhält man einen Sarong zum Betreten der Tempelanlage. Vorsicht ist vor den freilebenden Affen geboten – sie sind neugierig und manchmal ziemlich frech. Schattenplätze sind rar, daher sollte man die Mittagssonne nicht unterschätzen.
Garuda Wisnu Park

Der Garuda Wisnu Kencana Park bietet einen guten Einblick in die balinesische Kultur. Neben Skulpturen, Souvenirshops und Warungs finden hier auch kulturelle Shows statt.
Die beeindruckende Hauptstatue ist rund 75 Meter hoch und steht auf einem Sockel, wodurch sie eine Gesamthöhe von etwa 120 Metern erreicht. Sie zählt zu den Wahrzeichen von Bali. Die Anlage ist weitläufig und gut organisiert, Drohnen sind auch hier nicht erlaubt.

Nach unserer kulturellen Besichtigung durften paar Strände zum Abkühlen nicht fehlen: Dreamland Beach und Pandawa Beach.
Dreamland Beach
Der Dreamland Beach war bereits 2018 einer unserer Lieblingsstrände – und ist es geblieben. Der Name ist Programm: ein traumhafter Strand in einer geschützten Bucht an der Westküste der Bukit-Halbinsel.
Die Anreise erfolgt am besten mit dem Roller, Parkmöglichkeiten gibt es direkt vor dem Strand.


Vorsicht: die Wellen haben es in sich. Kein Badestrand, ein Hotspot für Surfer.
Pandawa Beach
Der Pandawa Beach war 2019 unsere größte Enttäuschung. Während er 2018 noch ein echter Geheimtipp war, ist er mittlerweile stark touristisch geprägt. Ab dem Vormittag treffen Reisebusse mit mehreren Hundert Besuchern ein.
Der Strand ist zwar weiterhin schön, hat für uns aber seinen ursprünglichen Charme verloren.

Unsere Restaurant Empfehlungen in Jimbaran
Nach 10 Tagen Jimbaran ging es weiter für 4 Tage nach Ubud und Umgebung.
Ubud – Natur, Ruhe & Spiritualität

Nach zehn Tagen in Jimbaran reisten wir für vier Tage nach Ubud. Der Ort liegt im Hochland und ist umgeben von Regenwald und Reisterrassen. Hier wirkt alles entschleunigt, ruhiger und deutlich grüner als im Süden.
Wir übernachteten in den Anusara Luxury Villas Ubud. Die Mitarbeitenden waren äußerst herzlich, und unsere Villen boten einen wunderschönen Blick auf den Regenwald bzw. die Reisterrassen. Auch hier mieteten wir Roller, um die Umgebung individuell zu erkunden.

Monkey Forest
Der Monkey Forest ist ein etwa zehn Hektar großer Park mit einem hinduistischen Tempel. Affen sieht man hier garantiert, das Füttern ist jedoch verboten. Wächter sorgen für die Sicherheit von Besuchern und Tieren.
Die Atmosphäre ist mystisch, und es gibt zahlreiche schöne Fotomotive.


Auch das Zentrum von Ubud ist einen Besuch wert. Kleine Geschäfte, viel Teakholz, Kunsthandwerk und eine große Auswahl an Restaurants prägen das Bild.
Unsere Restaurant Empfehlungen
- Warung Tepi Sari
- The Tejas Warung
- Restaurant vom Anusara Luxury Villas Ubud
Sanur – ruhiger Badeort auf Bali

Sanur war bereits bei unseren Flitterwochen ein Geheimtipp – und ist es geblieben. Der Ort ist ruhig, entspannt und deutlich weniger touristisch als andere Regionen im Süden.
Die lange Strandpromenade lädt zu Spaziergängen ein, und durch das vorgelagerte Korallenriff gibt es kaum Wellen. Sanur eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern. Wassersportarten wie Windsurfen, Tauchen oder Angeln sind ebenfalls möglich.

Fazit
Unser Bali Urlaub 2019 verging wie im Flug. Besonders schön war es, meinen Eltern diese Reise ermöglichen zu können. Sie erlebten durch uns einen sehr individuellen Urlaub und bekamen einen authentischen Eindruck von Indonesien.
Der Bali-Flair ist nach wie vor spürbar, auch wenn sich die Insel – vor allem an bekannten Hotspots – stark verändert hat. Perfekte Instagram-Spots ohne Menschen gibt es kaum noch. Wer jedoch abseits der Massen reist, findet weiterhin wunderschöne und ruhige Orte.
Wir sind gespannt, wie sich die Insel in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.


Danke für den super Beitrag – hat mir mega geholfen
Sehr gerne, freut mich das es dir gefallen hat 🙂