
Kreuzfahrt oder Individualreise?
Wenn ihr uns schon ein bisschen kennt, wisst ihr: Wir lieben es, individuell unterwegs zu sein. Koffer packen, Flüge buchen, Mietwagen nehmen und einfach los. Genau dieses Gefühl von Freiheit ist für uns beim Reisen eigentlich unschlagbar. Aber inzwischen hat sich noch etwas dazugesellt: Kreuzfahrten mit der MSC. Und so ging es Ende November 2023 wieder an Bord – diesmal auf ein ganz besonderes Schiff: die MSC World Europa.

Vom 24.11.2023 bis zum 01.12.2023 waren wir im Mittelmeer unterwegs. Und was sollen wir sagen? Ende November und Temperaturen um die 20 Grad? Wir nehmen das! 😎☀️
Unsere Reise mit der MSC World Europa
Unsere Reise startete in Barcelona und führte uns innerhalb einer Woche durch das westliche Mittelmeer.
Unsere Route: Barcelona > Marseille > Genua > Civitavecchia > Palermo > Valletta > Barcelona
Eine ziemlich schöne Mischung aus bekannten Städten, neuen Eindrücken und ganz viel Zeit an Bord. Und genau das mögen wir inzwischen an einer Kreuzfahrt: Morgens wacht man in einer neuen Stadt auf, kann den Tag auf eigene Faust gestalten und abends geht es weiter zum nächsten Ziel. Kein Kofferpacken. Kein Hotelwechsel. Kein ständiges Ein- und Auschecken. Einfach aufstehen, frühstücken und los. 😎
Unsere Balkonkabine auf Deck 16



Auch diesmal haben wir uns wieder für eine Balkonkabine auf Deck 16 entschieden. Unsere Kabine war die Nummer 16153 und wir hatten erneut Aurea gebucht.
Für uns gehört ein Balkon auf einer Kreuzfahrt einfach dazu. Morgens die Balkontür öffnen, aufs Meer schauen und erstmal die frische Brise wahrnehmen – genau so darf ein Urlaubstag gerne beginnen.
Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits unsere fünfte MSC-Reise gebucht hatten, waren wir inzwischen auch mit dem MSC Voyagers Club und den damit verbundenen Vorteilen vertraut. Mittlerweile hatten wir bereits unseren Gold Status erreicht.
Und nach mehreren Reisen mit MSC war für uns klar: Wir wissen inzwischen ziemlich genau, was wir an Bord mögen.
Schon beim ersten Betreten merkt man, dass die MSC World Europa etwas anders ist als die Schiffe, die wir vorher von MSC kannten. Die MSC World Europa ist das erste Schiff der World Class und wurde 2022 in Dienst gestellt. Und genau dieses neue Design ist uns direkt aufgefallen.



MSC World Europa – die wichtigsten Daten
Klasse: MSC World Class
Taufe: 13. November 2022
Länge: 333,3 Meter
Breite: 47 Meter
Passagiere: bis zu 6.762
Besatzung: ca. 2.138
Kabinen: 2.626
Heimathafen: Valletta, Malta
Schon die Zahlen sind beeindruckend. Aber wie immer finden wir: Auf dem Papier klingt ein Schiff erstmal riesig – wie es sich tatsächlich anfühlt, ist nochmal etwas ganz anderes.
Unser Eindruck der MSC World Europa





Da wir MSC bereits von anderen Reisen kannten, waren wir tatsächlich ziemlich gespannt auf das neue Schiff. Und unser erster Eindruck? Wow.
Vor allem das moderne Innendesign hat uns überrascht. Die Europa Promenade hat uns dabei besonders beeindruckt. Sie gibt dem Schiff einen ganz anderen Charakter und ist definitiv einer der Bereiche, in denen wir gerne unterwegs waren.
Abends dort entlanglaufen, etwas trinken, das Treiben an Bord beobachten und einfach schauen, was passiert – genau solche Momente gehören für uns mittlerweile zu einer Kreuzfahrt dazu.
Das Buffet – endlich weniger Schlangestehen?
Ein Punkt, der uns besonders positiv aufgefallen ist, war das Buffet-Restaurant. Das Buffet erstreckt sich über zwei Ebenen. Gerade zu den Stoßzeiten fanden wir das richtig angenehm. Wenn es auf einer Ebene voller wurde, wurde auf die zweite Ebene verwiesen.
Klingt nach einer Kleinigkeit? Ist es vielleicht auch. Aber wer schon einmal auf einem großen Kreuzfahrtschiff zur Hauptessenszeit am Buffet unterwegs war, weiß: Weniger Schlange = mehr Urlaub.
Und genau solche Kleinigkeiten machen für uns am Ende einen Unterschied.
Unsere Landausflüge mit MSC World Europa
Natürlich wollten wir nicht nur das Schiff genießen. Eine Kreuzfahrt ist für uns schließlich auch die perfekte Möglichkeit, mehrere Städte innerhalb einer Reise kennenzulernen.
Dabei buchen wir nicht automatisch in jedem Hafen einen organisierten MSC-Ausflug. Wir schauen immer: Was können wir selbst machen? Und genau das macht für uns den Reiz aus.
Marseille – einfach zu Fuß los
In Marseille haben wir es ganz entspannt angehen lassen. Wir sind vom Schiff aus zu Fuß in die Stadt gegangen und haben Marseille auf eigene Faust erkundet.
Kein fester Zeitplan. Einfach loslaufen, schauen, fotografieren und dort stehen bleiben, wo es uns gefällt.
Genua – heute bleibt das Schiff unser Ziel


Genua kannten wir bereits von einer vorherigen Reise. Also haben wir beschlossen: Heute müssen wir nicht nochmal von Bord.
Wir haben den Tag genutzt, um das Schiff in Ruhe zu genießen. Dazu gehört bei uns inzwischen auch gerne eine Massage.
Während andere Passagiere ihre Ausflüge machen, schlendern wir entspannt über das Schiff, essen etwas, genießen die Aussicht und lassen einfach mal die Seele baumeln.
Denn auch das ist für uns Urlaub.


Civitavecchia / Rom – diesmal alleine
Der Stopp in Civitavecchia war für mich diesmal etwas Besonderes, denn Thomas war leider krank und musste an Bord bleiben.
Für mich hieß es deshalb: Thomas bleibt auf dem Schiff und ich mache mich alleine auf den Weg nach Rom.
Allerdings nicht komplett auf eigene Faust, denn ich hatte mich für eine geführte Velo-Tour durch Rom entschieden. Wir waren eine kleine Gruppe von ungefähr fünf Personen, was ich persönlich richtig angenehm fand. So konnte man gemeinsam unterwegs sein, hatte aber trotzdem nicht das Gefühl, in einer riesigen Reisegruppe unterwegs zu sein.
Und mit dem Fahrrad bekommt man von Rom natürlich nochmal einen ganz anderen Eindruck. Wir konnten mehrere bekannte Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden und gleichzeitig ordentlich Strecke machen.
Von Civitavecchia aus ging es für mich also Richtung Rom, während Thomas sich auf dem Schiff auskurierte.



Vatikanstadt
Einer unserer Stopps war die Vatikanstadt. Die Dimensionen rund um den Petersdom sind einfach beeindruckend. Gerade wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist und sich durch die Straßen Roms bewegt, bekommt man immer wieder neue Perspektiven auf die Stadt.

Kolosseum
Natürlich durfte auch das Kolosseum nicht fehlen. Vor diesem riesigen Bauwerk zu stehen, ist schon etwas Besonderes. Fast 2.000 Jahre Geschichte und mittendrin steht dieses beeindruckende Wahrzeichen Roms. Natürlich wurden auch hier fleißig Fotos gemacht 📸

Trevi-Brunnen
Weiter ging es zum berühmten Trevi-Brunnen. Wie wahrscheinlich jeder Rom-Besucher musste auch ich hier einen Fotostopp einlegen😉

Durch die geführte Tour konnten wir dabei viele Sehenswürdigkeiten sehen, ohne selbst ständig überlegen zu müssen, wie wir am besten von A nach B kommen.
So wurde aus dem unfreiwilligen Solo-Tag für mich trotzdem ein richtig schöner Rom-Ausflug. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn Thomas dabei gewesen wäre. Aber manchmal kommt es eben anders als geplant.
Und so habe ich Rom diesmal eben alleine, aber gemeinsam mit einer kleinen Gruppe auf dem Fahrrad entdeckt.




Palermo – wieder zu zweit
Auch in Palermo waren wir wieder mit dem Fahrrad unterwegs. Wir wollten die Stadt nicht einfach nur im Rahmen eines klassischen Ausflugs anschauen, sondern uns treiben lassen und verschiedene interessante Orte miteinander verbinden.
Dabei haben wir unter anderem am Restaurant Terrazze Halt gemacht. Auch das Liceo Classico Vittorio Emanuele II stand auf unserer Route. Das historische Gebäude ist ein echter Hingucker und zeigt einmal mehr, wie viel beeindruckende Architektur Palermo zu bieten hat.
Ein weiterer Stopp war der Garten Beato Giuseppe Puglisi. Gerade solche Orte abseits der ganz großen Touristen-Hotspots gefallen uns besonders gut.
Mit dem Fahrrad konnten wir mehrere dieser Punkte miteinander verbinden und dabei gleichzeitig noch ein bisschen Palermo abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten entdecken.









Valletta – Malta
Auch Valletta haben wir mit dem Fahrrad erkundet. Und Malta ist dafür tatsächlich ziemlich spannend.
Auf unserer Tour standen unter anderem:
🚲 Großmeisterpalast
🏢 Barracuda Restaurant
🔥 Flame Never Dies
📍 St. John’s Square
🚶 The Valletta Waterfront
So bekommt man nochmal einen ganz anderen Eindruck von Malta.
Wir mögen es einfach, nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten abzufotografieren, sondern auch mal durch die Umgebung zu fahren und Dinge zu entdecken, die vielleicht nicht in jedem Reiseführer ganz oben stehen.







Kreuzfahrt oder Individualreise?
Diese Frage bekommen wir wahrscheinlich irgendwann noch häufiger gestellt. Und unsere Antwort ist: Warum eigentlich entweder oder?
Wir lieben unsere Individualreisen. Gerade Asien ist für uns immer wieder ein Highlight, weil wir dort gerne selbst planen, Hotels aussuchen, Roller oder Mietwagen nehmen und spontan entscheiden, was der nächste Tag bringt.
Aber Kreuzfahrten haben einen ganz eigenen Vorteil. Man sieht innerhalb einer Woche mehrere Orte, hat sein Hotel immer dabei und kann zwischendurch einfach mal komplett abschalten.
Für uns hat sich deshalb inzwischen eine ziemlich gute Mischung entwickelt.
Individualreisen stehen bei uns weiterhin ganz oben. Aber direkt dahinter kommt mittlerweile: MSC Cruises.
Unser Fazit zur MSC World Europa




Die MSC World Europa hat uns definitiv positiv überrascht. Das moderne Design, die große Promenade, die verschiedenen Bereiche an Bord und vor allem das Gefühl, dass sich das Schiff trotz seiner Größe gut verteilt, haben uns gefallen.
Auch die Möglichkeit, einen Tag einfach komplett an Bord zu verbringen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen, gehört für uns mittlerweile zu einer Kreuzfahrt dazu.
Unsere Reise mit der MSC World Europa war wieder einmal eine schöne Mischung aus Städtetrips, Fahrradtouren, gutem Essen, Entspannung und ganz viel Zeit auf dem Wasser.
Und wir müssen ehrlich sagen: Wir sind inzwischen definitiv auf den Geschmack gekommen 🛳️❤️
Denn auch wenn wir weiterhin leidenschaftlich gerne individuell reisen, hat MSC inzwischen einen festen Platz in unserem Reiseleben.
Und wer weiß … Die nächste Kreuzfahrt kommt bestimmt 😉
Zurück in der Schweiz



Und dann war unsere schöne Mittelmeer-Auszeit auch schon wieder vorbei. Kaum in Zürich angekommen, gab es direkt die volle Ladung Schweiz: Schnee, Schnee und noch mehr Schnee ❄️
Eben noch bei knapp 20 Grad auf der MSC World Europa in der Sonne gesessen und kurz darauf standen wir plötzlich mitten im Winter. Willkommen zurück in der Schweiz! 🥶
Ganz ehrlich: Der Temperaturwechsel hätte ruhig ein bisschen sanfter ausfallen dürfen. Aber gut – so wussten wir wenigstens sofort wieder, warum wir eigentlich so gerne dem Winter entfliehen.
Und genau dieser Kontrast machte den Abschluss unserer Kreuzfahrt irgendwie perfekt: Mittelmeer, Sonne und Meer – und zurück in Zürich direkt Winter Wonderland 🛳️☀️❄️
MSC World Europa
Rom
Palermo
Malta

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