
Zwei Wochen am Balaton voller Action, Camping und Festival
29.06.2024 – 12.07.2024 | Camping am Balaton | Camping, Velotouren & Balaton Sound
Ungarn, wir kommen!

Von Reinach BL aus ging es für uns mit unserem Campwerk Family Zeltanhänger auf grosse Reise. Zwei Wochen Urlaub am Balaton standen auf dem Plan – mit Camping, Velotouren, entspannten Tagen am See und natürlich dem Balaton Sound Festival.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Unser erster längerer Trip mit dem Zeltanhänger würde direkt mit einer ordentlichen Portion Frust starten. Aber hey, wir wären ja nicht Glasi on Tour, wenn wir uns davon gleich die ganze Reise verderben lassen würden!
Die Anreise



Die Vorfreude war riesig, die Aufregung irgendwo jenseits der 100-Prozent-Marke und rund 11,5 Stunden Fahrt lagen vor uns. Mit unserem Campwerk Family im Schlepptau machten wir uns auf den Weg von Reinach BL Richtung Balaton.
Wir wollten die Anreise möglichst entspannt angehen und legten unterwegs bei Bedarf Pausen ein. Schliesslich sollte der Urlaub nicht schon auf der Autobahn in Stress ausarten.
Unser Ziel war der Camping Mirabella in Zamárdi, direkt am Balaton. Die Lage klang perfekt und auch die Gegend war Thomas nicht unbekannt. Für ihn war es also ein kleines Stück Wiedersehen, während wir gemeinsam in unser erstes längeres Campingabenteuer mit dem Zeltanhänger starteten.
Camping Mirabella



Angekommen, wollten wir eigentlich nur noch unseren Stellplatz beziehen, den Zeltanhänger aufbauen und endlich im Urlaub ankommen.
Doch daraus wurde erst einmal nichts.
Bei über 30 Grad stellten wir fest, dass ab Werk eine Stange unseres Zeltanhängers vertauscht worden war. Das Ergebnis? Unser Aufbau zog sich über mehrere Stunden hin. Genau das, worauf man nach einer langen Anreise in der Hitze natürlich besonders viel Lust hat. Nicht!
Nach dieser Aktion waren wir erst einmal mehr als bedient. Die Laune war im Keller und die Begeisterung für unseren neuen Reisebegleiter hatte einen kleinen Dämpfer bekommen.
Aber was soll’s: Wir waren im Urlaub und wollten uns die nächsten zwei Wochen nicht von diesem Fehlstart vermiesen lassen. Also hiess es durchatmen, den Aufbau irgendwie fertigstellen und endlich ankommen.
Denn eines konnte man dem Camping Mirabella wirklich nicht absprechen: Die Lage direkt am Balaton war einfach super.
Auch das Wetter versprach für die kommenden Tage und Wochen viel Sonne. Damit stand unserem nächsten Highlight nichts mehr im Weg.
Balaton Sound



Der Balaton Sound war einer der Gründe, weshalb wir uns für diesen Zeitraum am Balaton entschieden hatten. Mit dem Campingplatz als Ausgangspunkt konnten wir Campingurlaub und Festival perfekt miteinander verbinden.
Die Wettervorhersage sah ebenfalls vielversprechend aus. Sonne, Sommerfeeling und der Balaton direkt vor der Nase – genau so hatten wir uns unsere Auszeit vorgestellt.
Neben dem Festival wollten wir aber natürlich auch die Umgebung erkunden. Und da wir unsere Velos dabeihatten, waren wir vor Ort wunderbar flexibel. Keine ständige Suche nach einem Parkplatz, kein unnötiges Warten – einfach aufs Velo steigen und los!

Wiedersehen mit Balatonlelle



Einen Tag nutzten wir für einen Ausflug nach Balatonlelle. Dort waren wir bereits einige Jahre zuvor gewesen, und es war spannend, den Ort erneut zu besuchen und die Veränderungen wahrzunehmen.
Besonders für Thomas war dieser Ausflug etwas Besonderes. Er kannte die Gegend bereits aus seiner Kindheit und hatte viele Erinnerungen an die Zeit, in der er so oft hier gewesen war.
Solche Wiedersehen machen Reisen für uns immer besonders. Man entdeckt nicht nur einen Ort neu, sondern erinnert sich gleichzeitig daran, wie man ihn früher erlebt hat.
Eine neue Attraktion gab es für uns ebenfalls zu entdecken: das Balatonlelle Eye. Das Riesenrad war bei unserem früheren Besuch noch kein Teil unserer Erinnerungen an den Ort und deshalb ein schöner neuer Zwischenstopp.
Es ist immer wieder interessant, wie sich bekannte Urlaubsorte verändern – und wie viel man bei einem erneuten Besuch trotzdem wiedererkennt.

82 Kilometer mit dem Velo
Manchmal reicht uns ein entspannter Tag am See einfach nicht. An diesem Tag hatten wir richtig Lust auf Action und beschlossen, eine grössere Velotour zu unternehmen.
Aus einer spontanen Idee wurde eine Tour von ungefähr 82 Kilometern an einem einzigen Tag. Ja, wir wissen selbst, dass wir es manchmal etwas übertreiben. Aber genau solche Tage lieben wir!
Los ging es in Zamárdi. Von dort aus fuhren wir in Richtung Tihany, weiter nach Balatonfüred und Csopak. Anschliessend ging es nach Balatonfűzfő, bevor wir unsere Tour über Siófok fortsetzten und am späten Nachmittag wieder in Zamárdi ankamen.
Unterwegs gab es jede Menge zu entdecken.




Besonders schön fanden wir den Bereich rund um den neuen Yachthafen in Balatonfűzfő mit dem Leuchtturm und der tollen Aussicht. Natürlich durften auch unsere Foto- und Drohnenstopps nicht fehlen. Wenn wir schon unterwegs sind, wollen wir schliesslich nicht nur Kilometer sammeln, sondern auch die schönen Momente festhalten.
Wir legten immer wieder Pausen ein, machten Fotos und genossen die Aussicht. Zwischendurch gab es natürlich auch jede Menge Spass während der Fahrt.



Die Tour war anstrengend, aber wunderschön. Gerade mit dem Velo entdeckt man die Region noch einmal ganz anders. Man ist näher an der Umgebung, kann spontan anhalten und findet immer wieder schöne Plätze, an denen man sonst vielleicht einfach vorbeifahren würde.
Unser Fazit zur Tour: 82 Kilometer, viele Eindrücke, tolle Fotomotive und jede Menge gemeinsame Erinnerungen. Genau dafür lieben wir solche aktiven Urlaubstage!

Camping am Balaton



Nach so viel Action durfte es anschliessend auch wieder etwas ruhiger werden.
Wir verbrachten einige Tage ganz entspannt auf dem Campingplatz und genossen das Sommerwetter am Balaton. Mit unserem Stand-up-Paddle waren wir auf dem Wasser unterwegs, machten Ballspiele und erkundeten die Umgebung rund um den Campingplatz.
Natürlich gehörten auch gemütliche Restaurantbesuche dazu. In der Nähe gab es einige tolle Möglichkeiten, um lecker essen zu gehen.
An anderen Abenden machten wir es uns einfach selbst gemütlich und warfen den Grill an. Für uns gehört genau diese Mischung zu einem gelungenen Campingurlaub: tagsüber etwas erleben und abends ohne grosses Programm den Tag ausklingen lassen.
Kein straffer Zeitplan, kein ständiges Kofferpacken und kein Hotelwechsel. Einfach bleiben, wo es uns gefällt, und die Umgebung in unserem eigenen Tempo entdecken.
Genau so hatten wir uns unsere Zeit am Balaton vorgestellt – auch wenn der erste Tag mit unserem Zeltanhänger definitiv noch Verbesserungspotenzial hatte.



Siófok und Tihany
Bevor unsere Zeit am Balaton langsam zu Ende ging, wollten wir noch einmal zwei bekannte Orte besuchen: Siófok und Tihany.
In Siófok schauten wir uns erneut um und genossen die Atmosphäre des bekannten Urlaubsortes am Südufer des Balatons.

Anschliessend ging es weiter nach Tihany. Der Ort gehört für uns zu den sehenswerten Ausflugszielen rund um den See und eignet sich wunderbar, um einen Ausflug mit etwas Kultur und Bewegung zu verbinden.
Dort entdeckten wir unter anderem das Paprikahaus und besichtigten die Kirche beziehungsweise die historische Festungsanlage. Auch ein kleiner Spaziergang in Richtung der Einsiedlerhöhlen stand auf unserem Programm.



Tihany hat mit seinen historischen Gebäuden, den kleinen Gassen und der besonderen Lage oberhalb des Sees einen ganz eigenen Charme. Hier lohnt es sich, nicht einfach nur durchzufahren, sondern sich Zeit zu nehmen und die Gegend zu Fuss zu erkunden.


Für uns war es ein schöner Abschluss unserer Ausflüge rund um den Balaton. Wir konnten noch einmal neue Eindrücke sammeln und gleichzeitig einige Orte wiedersehen, die wir bereits kannten.
Unser Fazit
Unsere Reise vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2024 war eine Mischung aus Campingabenteuer, Festival, sportlichen Herausforderungen und entspannten Tagen am Wasser.
Der Start auf dem Campingplatz verlief mit dem falsch montierten beziehungsweise vertauschten Bauteil unseres Zeltanhängers definitiv nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Gerade bei über 30 Grad hätten wir auf mehrere Stunden Aufbauzeit gerne verzichtet.
Trotzdem wollten wir uns den Urlaub nicht verderben lassen – und rückblickend war es genau richtig, den Ärger hinter uns zu lassen und das Beste aus unserer Zeit in Ungarn zu machen.
Der Camping Mirabella punktete mit seiner tollen Lage direkt am Balaton. Dank unserer Velos konnten wir die Umgebung flexibel erkunden, Balatonlelle erneut besuchen und mit unserer 82-Kilometer-Tour einen echten Aktivtag einlegen.









Dazu kamen das Balaton Sound Festival, Stand-up-Paddling, gemütliche Grillabende und Ausflüge nach Siófok und Tihany.
Was uns besonders gefallen hat? Die Abwechslung! Wir konnten aktiv sein, Neues entdecken, alte Erinnerungen auffrischen und zwischendurch einfach die Seele baumeln lassen.
Unser erstes längeres Abenteuer mit dem Campwerk Family hatte also durchaus seine Höhen und Tiefen. Aber genau das gehört manchmal zum Reisen dazu. Nicht immer läuft alles nach Plan – entscheidend ist, was man daraus macht.
Und eines steht fest: Ungarn und der Balaton sind definitiv eine Reise wert.
Bis zum nächsten Abenteuer – wir sind dann mal wieder unterwegs!

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