Dubai
Dieses Land hatten wir bis dato gar nicht auf dem Schirm. Früher haben wir meistens Pauschalreisen gebucht – und wo macht man das am besten? Genau: im Reisebüro am Flughafen. Also ging es für uns zum Köln/Bonner Flughafen.
Meine erste Reaktion vor Ort ist immer die gleiche: Ich würde sofort meine Sachen packen und losfliegen – egal wohin, Hauptsache ans Meer! Mit großer Vorfreude sind wir direkt zum Schalter gegangen und waren sehr flexibel, was das Reiseland anging. Wir hatten zwei Wochen Urlaub und wollten diesen Zeitraum unbedingt nutzen.
Die ersten Länder waren schnell im Gespräch: Spanien, Mallorca, Ägypten … so richtig überzeugt waren wir aber nicht. Wir wollten etwas Neues entdecken. Plötzlich meinte die nette Dame im Reisebüro:
„Was halten Sie von den VAE – Dubai? Wir haben ein tolles Hotel, das auch sehr erschwinglich ist.“
Thomas schaute mich an und grinste. Nach einem kurzen Blick auf die Bewertungen war die Entscheidung gefallen – gebucht! Die einzige Anmerkung der Verkäuferin war:
„Hoffentlich mögen Sie es heiß?“
Ich antwortete noch ganz cool: „Klar, ich war schon oft in Ägypten – die Hitze macht mir bestimmt nichts aus.“
Vor Ort haben wir dann verstanden, was sie uns damit sagen wollte 😄

Anreise nach Dubai
Zum ersten Mal sind wir so „lange“ geflogen – etwa sechs Stunden. Die Airline Emirates lässt wirklich keine Wünsche offen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Schon vor dem Start bekamen wir Erfrischungstücher, eine Menükarte und etwas Süßes. Der Service und das Essen an Bord waren einfach grandios. Wir haben uns von Anfang an wohlgefühlt – so kann der Urlaub starten!

Ankunft und erste Eindrücke
Angekommen in Dubai hieß es erst einmal: WOW. Allein der Flughafen hat mich umgehauen. Thomas war ebenfalls begeistert – das erkennt man immer an seinem Grinsen über beide Ohren, ein bisschen wie Steve Stifler aus American Pie.
Bei einer Pauschalreise ist der Transfer zum Hotel meist inklusive – so auch bei uns. Wir wurden von einem privaten Fahrer abgeholt. Das Erste, was wir bekamen: Wasser und das WLAN-Passwort fürs Auto. Willkommen in Dubai!
Gefühlt wurde jeder einzelne Tag noch besser als der vorherige – egal ob Essen, Hotelservice, Ausflüge oder selbst die Hitze.

Unsere Hotelanlage, The Cove Rotana Resort, lag in Ras Al Khaimah und war ein Fünf-Sterne-Hotel. So viel Luxus hatten wir bisher noch nie erlebt. In manchen Momenten fühlten wir uns fast ein wenig fehl am Platz. Normalerweise kleiden wir uns eher sportlich, doch dort galt eine strenge Kleiderordnung.
Ein weiterer Punkt, der für uns ungewohnt war: Händchenhalten ist in manchen öffentlichen Bereichen verboten, Küssen oder enger Körperkontakt – selbst im Pool – wird untersagt. Gerade für Europäer sind diese Einschränkungen sehr ungewohnt. Uns war bewusst, dass es sich um ein streng muslimisches Land handelt, dennoch unterscheidet es sich stark von anderen arabischen Ländern wie zum Beispiel Ägypten.
Wir haben uns angepasst und das Beste daraus gemacht. Wie man so schön sagt: anderes Land, andere Sitten. Genau das ist für uns der Reiz des Reisens – neue Kulturen kennenlernen, respektieren und verstehen.
Ausflüge in Dubai
Wir haben zwei Tagesausflüge gebucht: einen nach Dubai und einen nach Abu Dhabi.
Beide Städte haben unglaublich viel zu bieten – Hochhäuser gibt es in beiden mehr als genug. Die bekannten Highlights sind vermutlich jedem ein Begriff. Uns persönlich hat Abu Dhabi besser gefallen. Die Stadt wirkte entspannter und ruhiger.
Besonders beeindruckt hat uns die Scheich-Zayid-Moschee. Sie strahlte eine unglaubliche Erhabenheit aus. Sowohl die äußere als auch die innere Architektur sind sehr modern und faszinierend. Obwohl wir uns mit der Religion nicht identifizieren, war es eine große Ehre, diesen Ort besuchen zu dürfen.

Dubai hingegen empfanden wir als sehr überlaufen und hektisch. Auf der siebenspurigen Autobahn standen wir gefühlt zwei Stunden im Stau – die Rushhour in Köln ist nichts dagegen. Dubai toppt alles.
Den Burj Khalifa fanden wir von unten beeindruckender als von oben. Trotzdem war es ein besonderes Erlebnis, die Aussicht zu genießen – auch wenn der Smog die Sicht etwas eingeschränkt hat. Aber: Wir waren auf dem höchsten Gebäude der Welt!
Danach standen noch einige typische Touristenattraktionen auf dem Programm: der Goldsouk in Deira, die Dubai Mall (ein Paradies für alle mit dem nötigen Kleingeld) und eine Fahrt mit den traditionellen Abras über den Dubai Creek.
Alles in allem hatten beide Städte ihre ganz eigenen Highlights.
Die Hitze – unser größter Gegner
Was uns wirklich zu schaffen gemacht hat, war die Hitze. Es war einfach extrem heiß. Mittags lagen die Temperaturen täglich bei über 45 Grad. Schatten suchte man meist vergebens. Zum Glück sind in den Emiraten nahezu alle geschlossenen Räume klimatisiert. Spätestens da verstanden wir den Hinweis der Verkäuferin im Reisebüro.

Fakten – kurz und knackig
Abu Dhabi ist die Hauptstadt der VAE und hat ca. 1,5 Millionen Einwohner
Die Scheich-Zayid-Moschee bietet Platz für etwa 41.000 Gläubige und ist die größte Moschee der VAE
Der Burj Al Arab in Dubai gilt als eines der teuersten und luxuriösesten Hotels der Welt
Abras sind traditionelle Holzboote
18-Karat-Goldschmuck ist Standard in den VAE
Fazit

Ein großartiges Land voller Luxus. Der einzige Knackpunkt: Alles ist neu, teuer, schön und hochmodern – aber es fehlt ein wenig an Geschichte. Wir haben uns beide Städte angesehen, verspüren jedoch nicht das Bedürfnis, dort jedes Jahr Urlaub zu machen.
Wenn man hinter die glänzende Fassade schaut, ist nicht alles perfekt – wie in jedem anderen Land auch. Vor allem, wenn man weiß, wie ein Teil dieses Luxus entstanden ist, zum Beispiel durch Leiharbeiter.
Nichtsdestotrotz ist es definitiv eine Reise wert, und jeder sollte sich selbst ein Bild machen. Beim Buchen sollte man unbedingt den Reisezeitraum beachten: Mai bis September sind die heißesten Monate. Danach ist es deutlich erträglicher.
Wir hoffen, ihr hattet Spaß beim Lesen.
Bis bald
Steffi & Thomas

0 Kommentare