Dieses Land hatten wir bis dato gar nicht auf dem Schirm. Früher haben wir meistens Pauschalreisen gebucht – und wo macht man das am besten? Genau: im Reisebüro am Flughafen. Also ging es für uns zum Köln/Bonner Flughafen.
Meine erste Reaktion vor Ort ist immer die gleiche: Ich würde sofort meine Sachen packen und losfliegen – egal wohin, Hauptsache ans Meer! Mit großer Vorfreude sind wir direkt zum Schalter gegangen und waren sehr flexibel, was das Reiseland anging. Wir hatten zwei Wochen Urlaub und wollten diesen Zeitraum unbedingt nutzen.
Die ersten Länder waren schnell im Gespräch: Spanien, Mallorca, Ägypten … so richtig überzeugt waren wir aber nicht. Wir wollten etwas Neues entdecken. Plötzlich meinte die nette Dame im Reisebüro: „Was halten Sie von den VAE – Dubai? Wir haben ein tolles Hotel, das auch sehr erschwinglich ist.“
Thomas schaute mich an und grinste. Nach einem kurzen Blick auf die Bewertungen war die Entscheidung gefallen – gebucht! Die einzige Anmerkung der Verkäuferin war: „Hoffentlich mögen Sie es heiß?“ Ich antwortete noch ganz cool: „Klar, ich war schon oft in Ägypten – die Hitze macht mir bestimmt nichts aus.“
Vor Ort haben wir dann verstanden, was sie uns damit sagen wollte 😄
Anreise nach Dubai
Zum ersten Mal sind wir so „lange“ geflogen – etwa sechs Stunden. Die Airline Emirates lässt wirklich keine Wünsche offen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Schon vor dem Start bekamen wir Erfrischungstücher, eine Menükarte und etwas Süßes. Der Service und das Essen an Bord waren einfach grandios. Wir haben uns von Anfang an wohlgefühlt – so kann der Urlaub starten!
Ankunft und erste Eindrücke
Angekommen in Dubai hieß es erst einmal: WOW. Allein der Flughafen hat mich umgehauen. Thomas war ebenfalls begeistert – das erkennt man immer an seinem Grinsen über beide Ohren, ein bisschen wie Steve Stifler aus American Pie.
Bei einer Pauschalreise ist der Transfer zum Hotel meist inklusive – so auch bei uns. Wir wurden von einem privaten Fahrer abgeholt. Das Erste, was wir bekamen: Wasser und das WLAN-Passwort fürs Auto. Willkommen in Dubai!
Gefühlt wurde jeder einzelne Tag noch besser als der vorherige – egal ob Essen, Hotelservice, Ausflüge oder selbst die Hitze.
Unsere Hotelanlage, The Cove Rotana Resort, lag in Ras Al Khaimah und war ein Fünf-Sterne-Hotel. So viel Luxus hatten wir bisher noch nie erlebt. In manchen Momenten fühlten wir uns fast ein wenig fehl am Platz. Normalerweise kleiden wir uns eher sportlich, doch dort galt eine strenge Kleiderordnung.
Ein weiterer Punkt, der für uns ungewohnt war: Händchenhalten ist in manchen öffentlichen Bereichen verboten, Küssen oder enger Körperkontakt – selbst im Pool – wird untersagt. Gerade für Europäer sind diese Einschränkungen sehr ungewohnt. Uns war bewusst, dass es sich um ein streng muslimisches Land handelt, dennoch unterscheidet es sich stark von anderen arabischen Ländern wie zum Beispiel Ägypten.
Wir haben uns angepasst und das Beste daraus gemacht. Wie man so schön sagt: anderes Land, andere Sitten. Genau das ist für uns der Reiz des Reisens – neue Kulturen kennenlernen, respektieren und verstehen.
Ausflüge in Dubai
Wir haben zwei Tagesausflüge gebucht: einen nach Dubai und einen nach Abu Dhabi.
Beide Städte haben unglaublich viel zu bieten – Hochhäuser gibt es in beiden mehr als genug. Die bekannten Highlights sind vermutlich jedem ein Begriff. Uns persönlich hat Abu Dhabi besser gefallen. Die Stadt wirkte entspannter und ruhiger.
Besonders beeindruckt hat uns die Scheich-Zayid-Moschee. Sie strahlte eine unglaubliche Erhabenheit aus. Sowohl die äußere als auch die innere Architektur sind sehr modern und faszinierend. Obwohl wir uns mit der Religion nicht identifizieren, war es eine große Ehre, diesen Ort besuchen zu dürfen.
Dubai hingegen empfanden wir als sehr überlaufen und hektisch. Auf der siebenspurigen Autobahn standen wir gefühlt zwei Stunden im Stau – die Rushhour in Köln ist nichts dagegen. Dubai toppt alles.
Den Burj Khalifa fanden wir von unten beeindruckender als von oben. Trotzdem war es ein besonderes Erlebnis, die Aussicht zu genießen – auch wenn der Smog die Sicht etwas eingeschränkt hat. Aber: Wir waren auf dem höchsten Gebäude der Welt!
Danach standen noch einige typische Touristenattraktionen auf dem Programm: der Goldsouk in Deira, die Dubai Mall (ein Paradies für alle mit dem nötigen Kleingeld) und eine Fahrt mit den traditionellen Abras über den Dubai Creek.
Alles in allem hatten beide Städte ihre ganz eigenen Highlights.
Die Hitze – unser größter Gegner
Was uns wirklich zu schaffen gemacht hat, war die Hitze. Es war einfach extrem heiß. Mittags lagen die Temperaturen täglich bei über 45 Grad. Schatten suchte man meist vergebens. Zum Glück sind in den Emiraten nahezu alle geschlossenen Räume klimatisiert. Spätestens da verstanden wir den Hinweis der Verkäuferin im Reisebüro.
Fakten – kurz und knackig
Abu Dhabi ist die Hauptstadt der VAE und hat ca. 1,5 Millionen Einwohner
Die Scheich-Zayid-Moschee bietet Platz für etwa 41.000 Gläubige und ist die größte Moschee der VAE
Der Burj Al Arab in Dubai gilt als eines der teuersten und luxuriösesten Hotels der Welt
Abras sind traditionelle Holzboote
18-Karat-Goldschmuck ist Standard in den VAE
Fazit
Ein großartiges Land voller Luxus. Der einzige Knackpunkt: Alles ist neu, teuer, schön und hochmodern – aber es fehlt ein wenig an Geschichte. Wir haben uns beide Städte angesehen, verspüren jedoch nicht das Bedürfnis, dort jedes Jahr Urlaub zu machen.
Wenn man hinter die glänzende Fassade schaut, ist nicht alles perfekt – wie in jedem anderen Land auch. Vor allem, wenn man weiß, wie ein Teil dieses Luxus entstanden ist, zum Beispiel durch Leiharbeiter.
Nichtsdestotrotz ist es definitiv eine Reise wert, und jeder sollte sich selbst ein Bild machen. Beim Buchen sollte man unbedingt den Reisezeitraum beachten: Mai bis September sind die heißesten Monate. Danach ist es deutlich erträglicher.
Wir hoffen, ihr hattet Spaß beim Lesen.
Bis bald Steffi & Thomas
Ein Plan, viel Fernweh und garantiert ein ungeplantes Abenteuer.
„Was wollt ihr denn in der Schweiz? Dort ist doch eh alles teurer!“ „Ihr seid doch verrückt, hier alles in Deutschland aufzugeben!“ „Euch geht es doch gut – warum das alles?“
Diese Sätze haben wir unzählige Male gehört. Manche aus Sorge, manche aus Unverständnis, manche mit einem Kopfschütteln. Und ja – manchmal haben sie auch in uns Zweifel ausgelöst.
Doch irgendwann stellt man sich nicht mehr die Frage, was andere denken, sondern nur noch eine einzige: Ist das hier wirklich noch unser Leben?
Auswanderung in die Schweiz
Als Thomas mich im September letzten Jahres ernsthaft mit dem Thema Auswandern konfrontierte, musste ich innehalten. Nicht, weil es sich falsch anfühlte – sondern weil ich spürte, dass dieser Gedanke etwas in mir berührte, das schon lange da war.
Was wollen wir für unsere Zukunft? Wie möchten wir leben? Und vor allem: Wie möchten wir uns fühlen?
Das Thema Auswandern kam bei uns nicht über Nacht. Es begleitete uns schon lange. Immer wieder wurde es angesprochen, belächelt oder abgetan – vor allem von Menschen, die uns nahestehen. Doch genau diese Menschen wissen auch: Wenn wir etwas wirklich wollen, dann ziehen wir es durch.
So war es mit unserer Beziehung. So war es mit der Eigentumswohnung. So war es mit unserem Haus.
Wir wirken auf manche vielleicht sprunghaft oder verrückt. In Wahrheit gehen wir Entscheidungen sehr bewusst an. Wir reden, diskutieren, zweifeln, wägen ab – oft bis spät in die Nacht. Und wenn die Entscheidung einmal gefallen ist, gibt es kein Zurück mehr.
Lieber scheitern wir, als uns irgendwann zu fragen: „Was wäre gewesen, wenn …?“
Pflege am Limit
Thomas kennt meine letzten Arbeitsjahre nur zu gut. Schon vor Corona waren die Bedingungen in der Pflege schwierig. Personalmangel, hoher Druck, wenig Zeit – aber man hat funktioniert. Man hat durchgehalten. Man hat sich eingeredet, dass es schon irgendwie weitergeht.
Dann kam Corona.
Was folgte, war eine Zeit, die mich nachhaltig verändert hat. Zu wenig Personal. Kaum oder unzureichende Schutzausrüstung. Ständig neue Regeln, neue Vorgaben, neue Verantwortung – aber kaum Rückhalt.
Pausen waren Luxus. Überstunden selbstverständlich. Dienste wurden spontan geändert, freie Tage gestrichen. Die körperliche Erschöpfung war enorm – die seelische noch viel mehr.
Wir in der Pflege haben geliebt, was wir tun. Aber wir wurden zunehmend ausgebrannt. Verheizt. Alleingelassen.
Mit jeder Kündigung im Team wurde die Belastung größer. Die Stimmung angespannter. Die Fehleranfälligkeit höher. Und trotzdem erwartete man von uns, immer zu funktionieren – immer freundlich, immer belastbar, immer professionell.
Ich bin ein optimistischer Mensch. Doch irgendwann konnte ich in diesem System nichts Positives mehr sehen.
Auch der Umgang mit Patienten veränderte sich. Viele erwarteten sofortige Hilfe, sofortige Linderung. Wartezeiten wurden kaum noch akzeptiert. Die viel zitierten „Helden“ fühlten sich im Alltag oft sehr allein.
Wenn auch privat alles zerbricht
Parallel dazu durchlebten wir privat eine Zeit, die uns tief geprägt hat. Ein Herzenswunsch – unser größter – blieb unerfüllt.
Mehrmals. Hoffnung. Warten. Bangen. Und am Ende wieder Enttäuschung.
Mehrere künstliche Befruchtungen sind gescheitert. Jeder Versuch nahm uns ein Stück Kraft, ein Stück Vertrauen, ein Stück Leichtigkeit. Nach außen funktionierten wir. Innen sah es oft ganz anders aus.
Die Belastung aus Beruf und privatem Schmerz wurde irgendwann zu viel. Unsere Nerven lagen blank, vor allem meine. Die Erschöpfung saß tief. Und wir merkten: So können wir nicht weitermachen.
Neue Energie – neue Perspektive
In genau dieser Phase war Thomas mein Anker – und mein persönlicher Google-Meister 😊
Er begann zu recherchieren. Zu lesen. Zu vergleichen. Arbeitsbedingungen. Wertschätzung. Gesundheitssysteme. Lebensqualität.
Und irgendwann war sie da: die Schweiz.
Plötzlich war wieder dieses Gefühl da. Hoffnung. Neugier. Ein leises Brennen im Herzen. Zum ersten Mal seit Langem fühlte sich Zukunft nicht mehr schwer an.
Dabei war Thomas in Deutschland immer zufrieden in seinem Beruf. Gleitzeit, Dienstwagen, freie Wochenenden und Feiertage – er hatte vieles. Und trotzdem war er bereit, all das hinter sich zu lassen, um diesen Schritt mit mir zu gehen.
Heute arbeiten wir beide mehr Stunden als früher. Aber wir sind ruhiger. Klarer. Glücklicher.
Unsere Auswanderung in der Schweiz
Innerhalb von drei bis vier Monaten haben wir unser Leben in Deutschland komplett aufgelöst. Unser Haus verkauft. Abschied genommen.
Wir fanden eine wundervolle Wohnung im Baselland, unsere Jobs waren schnell fix. Während der Organisationsphase wurde Weil am Rhein, am Dreiländereck, zu unserem zweiten Zuhause.
Unsere Familie reagierte mit Sorge und Unverständnis. Und ja – das tat weh. Doch wir hoffen, dass sie heute sehen, wie gut uns diese Entscheidung tut.
Und ganz ehrlich: Es hätte auch Bali sein können.
Ein kleiner Einwand zum Schluss
Nein, es ging nie nur ums Geld. Auch wenn das viele vermuten. Ja, es spielt eine Rolle – aber es war nicht der Hauptgrund.
Wir leben nun seit einigen Monaten in der Schweiz. Und dieses Land hat uns auf vielen Ebenen überrascht: Ein liberales System, eine moderne und effiziente Bürokratie, bessere Arbeitsbedingungen – und vor allem Lebensqualität.
Man fühlt sich respektiert. Gesehen. Ernst genommen.
Mein Lieblingsspruch „Back to the roots“ passt hier perfekt. Wir sind wieder angekommen. Bei uns selbst. Als Paar. Als Menschen.
Das schönste Kompliment kam von meiner kleinen Schwester: „Steffi, du bist wieder die Alte.“
Ich bin unendlich dankbar, dass mein Mann diesen Weg mit mir gegangen ist. Dass er an uns geglaubt hat – auch in Momenten, in denen ich selbst kaum noch Kraft hatte.
Unser Fazit – und ein Blick nach vorn
Die Schweiz war für uns kein „Fluchtort“, sondern eine bewusste Entscheidung für uns, für unsere Ehe und für unsere Zukunft. Für mehr Respekt im Arbeitsalltag. Für Strukturen, die tragen, statt zu zermürben. Für ein Leben, das nicht nur aus Pflichten besteht, sondern auch aus Raum zum Atmen.
Heute sind wir nicht sorgenfrei. Auch hier ist nicht alles perfekt. Aber wir fühlen uns wieder handlungsfähig. Wir haben wieder Energie. Wir lachen mehr. Wir schlafen besser. Und wir spüren wieder, wer wir sind – einzeln und gemeinsam.
Vielleicht war genau das der wichtigste Schritt: Uns selbst ernst zu nehmen. Unsere Grenzen zu akzeptieren. Und uns zu erlauben, einen anderen Weg zu gehen, auch wenn nicht jeder ihn versteht.
Bis heute bereuen wir keine einzige Sekunde unserer Entscheidung.
Danksagung
Zum Schluss möchten wir Christian, dem „Auswanderluchs“, von Herzen danken: 👉 https://auswanderluchs.ch/
Seine Blogbeiträge, YouTube-Videos und Instagram-Storys haben uns durch diese intensive Zeit begleitet. Die Planung war oft nervenaufreibend – seine Tipps und Erfahrungen waren unbezahlbar.
Nun kommen wir zu unserem ersten richtigen Urlaub. Da ich meine Ausbildung als examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin erfolgreich absolviert habe, hatten wir ein Monat Zeit um zu verreisen. Meine neue Arbeitsstelle begann erst im Oktober. Thomas konnte durch seine Arbeit, denn Urlaub spontan umändern. Nun war die Überlegung, wo soll es hingehen? Schlussendlich wurde es Ägypten. Da ich frisch aus der Ausbildung kam, hat es gut in unser Budget gepasst.
Somit haben wir drei Wochen im schönen und sonnigen Ägypten verbracht.
Mit meiner Familie hatten wir schon einige Ägypten-Urlaube hinter uns. Das Preis- & Leistungsverhältnis stimmte immer. Der große Vorteil, man hat immer eine Sonnengarantie.
Tulip Resort
Das Hotel hatte einen wahnsinnigen langen Steg, ca. 800m lang und dadurch hatten wir jeden Morgen um ca. 7 Uhr direkt an unserem Haus Riff eine ganze Delfinfamilie. Diese Empfehlung haben wir von einem Freund erhalten. Thomas hat seit diesem Urlaub definitiv das Schnorcheln für sich entdeckt. Ich konnte ihn kaum aus dem Meer ziehen. Diese Vielfalt an Fischen, Delfinen, Schildkröten, kleinen Haien, Feuerfische, Muränen usw. hatte ich noch nie in Ägypten gesehen. Vor allem die Korallen waren noch sehr gut erhalten. Es war einfach traumhaft schön, so jeden Urlaubstag starten zu können. Danach sind wir meistens frühstücken gegangen und dann wurden die Liegen reserviert.
Erholung?
Im Urlaub wird meistens entspannt und viel gelesen. So sah zumindest mein Urlaub vor Thoms aus. Jetzt kann ich kaum 5 min. auf der Liege verbringen oder gar etwas lesen, da fängt mein Männlein schon an zu meckern 😊 aber ich will keine Kritik ausüben, ich habe ihn mir selber ausgesucht. Die Prioritäten haben sich verändert.
In diesem Urlaub war es eine gute Mischung aus entspannen, etwas Neues entdecken (Kultur und Städte), sowie lesen und schnorcheln. Natürlich darf das seelische Wohlbefinden nicht vergessen werden. Ein kühles Blondes gab es für Thomas und für mich meistens Sprite oder Radler. Beim Abendessen hatten wir kaum Probleme. Die arabische Küche bietet eine große Vielfalt an verschieden Gerichten an.
Aber ich sagte kaum… Thomas hatte an einem Abend beim Grillbuffet nicht richtig gelesen und sich sehr viel „beef“ auf dem Teller gehauen. Strahlend kam er auf mich zu. Am Tisch hat sich herausgestellt, es war Leber. Es war ein Bild für die Götter. Aus dem Grinsen wurde eine beleidigte Leberwurst. Ich habe lang nicht mehr so sehr gelacht. Dieser Gesichtsausdruck war einfach grandios.
Kultur und vieles mehr…
Die drei Wochen mussten mit Aktivität gefüllt werden. Wir entschieden uns für drei Ausflüge.
Schnorcheln
Luxor
Wüsten Tour mit Quad fahren
Ausflüge in Ägypten
Unser erster Ausflug war ein Schnorchel Trip vom Hafen von Marsa Alam. Der Hafen ist nichts besonders, rechts und links leider sehr viel Dreck und ein Steeg, wo alle Ausflüge abgingen. Es war typisch ägyptisch organisiert mit viel Gebrüll und Hektik: „Yallah“, war einer der ersten Begriffe, die ich in Ägypten gelernt habe. Dennoch haben wir es zeitig aufs Boot geschafft. Zeit ist ein dehnbarer Begriff in Ägypten. Dazu später mehr 😊 Thomas war leicht schockiert. Die Mentalität der Ägypter war für Thomas sehr gewöhnungsbedürftig.
Die Bootsfahrt war sehr entspannt und wir sind den ganzen Vormittag geschnorchelt. Leider müssen wir sagen, dass es vom Riff her, eher eine Verschlechterung war. Die Korallen waren fast alle in einem schlechten Zustand. Dennoch kamen wir auf unsere Kosten. Ein ganzer Delfinschwarm war vor uns am Boot. Immer wieder ein Erlebnis.
Das Mittagessen von der Crew war einfach, aber sehr schmackhaft. Ich persönlich finde, dass grade das Essen der Einheimischen bei Ausflügen am besten schmeckt. Entweder ist es Einbildung, aber bis jetzt hatten wir noch nie Pech. Gestärkt machten wir uns auf dem Weg zum Hotel.
Nach einigen Tagen Entspannung ala Glasi ging es weiter.
Luxor
Wir haben einen Tagesausflug nach Luxor gebucht. Laut Reiseveranstalter sollten wir ca. 3 Stunden fahren. Puste Kuchen … Wir sind fast 7 Stunden mit dem Bus gefahren. Wir wurden um ca. 2 Uhr morgens abgeholt und haben das Ziel um ca. 9 Uhr vor Ort erreicht. Man kann sich die Laune von Thomas vorstellen. Das gute die schlechte Laune hält nie lange an. Die Vorfreude auf den Tag war größer. Nach dem Besichtigungsmarathon vom Karnak Tempel, Tal der Könige und dem Totentempel der Hatschepsut war die Rücktour ein Klacks. Wir haben geschlafen, zu mindestens ich 😊
Fakten
Karnak Tempel zählt zur größten Tempelanlage Ägyptens.
In Tal der Könige sucht man den Schatten vergebens. Laut heutigen Standes gibt es 64 Gräber.
Der Totentempel der Hatschepsut ist durch das Attentat im Jahr 1997 sehr bekannt, 62 Personen verloren ihr Leben.
Der letzte Ausflug war ein Mix aus Quad fahren in der Wüste, Kamelreiten und Besichtigung eines Beduinendorf. Die nächtlichen Sternschnuppen in der Wüste waren die Krönung dieses Ausfluges.
Fazit
Im Großen und Ganzen sind die drei Wochen wie im Flug vergangen und uns war zu keiner Sekunde langweilig. Nette Bekanntschaften machten diesen Urlaub sehr besonders. Die erste Hürde haben wir erfolgreich gemeistert. Urlaub: Check!
bis ganz bald
Ein Plan, viel Fernweh und garantiert ein ungeplantes Abenteuer.
Unser erster gemeinsamer Urlaub führte uns nach Zandvoort in Holland – ein Ort voller Meerluft, Kindheitserinnerungen und neuer Anfänge. Dieser Kurztrip an die niederländische Küste war nicht nur eine Reise, sondern der Startschuss für unsere gemeinsame Geschichte.
Es ist ein komisches Gefühl. Ich bin sehr aufgeregt wegen meines heutigen ersten Posts. Hoffentlich macht man nichts falsch – aber der erste Schritt ist getan: Ich tippe. Nun sitze ich hier vor dem Laptop, bei 27° im Schatten, und grüble über die richtigen Worte. Meine Gedanken schweifen zurück ins Jahr 2014. Dort hat alles angefangen. Meine Geschichte mit meinem Mann, besser bekannt als Glasi.
Jetzt grinse ich vor mich hin – und unsere Liebsten werden es nachvollziehen können.
Unser erster gemeinsamer Urlaub in Zandvoort
Unser erster gemeinsamer Städtetrip führte uns nach Holland. Dieses Land ist immer eine Reise wert. Da NRW direkt an unser Reiseziel grenzt, war es wortwörtlich nur ein Katzensprung entfernt. Ich liebe spontane Trips. Gerade in meinem Beruf muss man sehr flexibel sein, und da Thomas genauso spontan ist wie ich, haben wir unsere Campingsachen gepackt und sind über Pfingsten Richtung Zandvoort gestartet.
Kindheitserinnerung
Mit dieser Stadt verbinde ich nur positive Erinnerungen. Früher, in meiner Jugend, sind wir sehr oft als Familie für einen Tag nach Zandvoort gefahren. Damals war der Mix aus Meer, Sonne, Strand und dem kleinen Örtchen einfach genial. Und bis heute hat sich daran nichts geändert.
Thomas war noch nie in Zandvoort – und genau das finde ich immer am schönsten. Wobei: Wer Thomas kennt, weiß, dass er alles bis ins kleinste Detail auf Google oder Maps recherchieren muss. Wo sind die besten Restaurants? Welcher Campingplatz ist der richtige? Wo kann man gut einkaufen? Und, und, und. 😊
Wie man rausliest, ist Thomas der Kopfmensch von uns beiden. Ich gehe die Dinge eher nach meinem Bauchgefühl an – frei nach dem Motto: „Et kütt wie et kütt“, wie man bei uns im Rheinland sagt. Ich würde behaupten, dass meine Intuition gar nicht so schlecht ist. Wir planen schon so viel im Leben, da möchte ich im Urlaub und in meiner Freizeit wenigstens nach meinem Instinkt handeln.
Ankommen am Meer
Nach ca. 3,5 Stunden kamen wir in Zandvoort am Strand an. Wir hatten tolles Wetter, einen schönen Campingplatz und direkten Blick aufs Meer. Was will man mehr?
Und nun…
Die Tage bestanden hauptsächlich aus: essen & trinken, Spaziergänge am Strand, Sonne tanken und die Zeit auf dem Campingplatz genießen.
Unsere drei Tage vergingen wie im Flug. Alles war neu, schließlich kannten wir uns erst zwei Monate. Man zeigte sich von der besten Seite … Heute sieht die Welt anders aus – Spaß! Aber ich denke, jeder kennt es. Die Anfangszeit ist aufregend und wunderschön, aber gleichzeitig ungewohnt und manchmal auch nervig. Die ganze Single-Routine wirft man über Bord und stürzt sich ins neue Abenteuer.
Man lernt die unverblümte Wahrheit des Partners kennen – mit allen Ecken und Kanten, die wir nun mal haben. Und dennoch war es die beste Entscheidung, zu unserer Beziehung Ja zu sagen. Gerade unsere Unterschiede machen uns zur perfekten Kombination. Wir waren schon vorher als einzelne Personen einmalig, aber zusammen gibt es die geballte Ladung aus Tollpatschigkeit, Ehrlichkeit, Humor und ganz, ganz viel Liebe.
Fazit von Zandvoort
Wir hatten einen tollen Kurztrip mit wunderschönen Erinnerungen. Dieser Urlaub war der Startschuss für alles, was passiert ist – und noch kommen wird.
Ich hoffe, es hat euch gefallen. Danke fürs Lesen und bis bald!
Grüße die Glasis 😊
Ein Plan, viel Fernweh und garantiert ein ungeplantes Abenteuer.