Ich vermute 2020 war für alle ein verrücktes Jahr und da grade die Situation im Gesundheitswesen echt wahnsinnig anstrengend war – mussten wir einfach raus, aus dem gewohnten Umfeld, um meine Batterien neu aufzuladen. Städtetrips waren innerhalb Deutschlands am einfachsten zu händeln, also haben wir uns entschieden für 1 Woche Hamburg unsicher zu machen 😊
Lage
Die wunderschöne Hafenstadt zählt zur zweitgrößten Stadt Deutschland. Wir sind ganz entspannt mit dem Auto hochgefahren. Unsere geschätzte Reisezeit betrug ca. 5 Stunden. Das NH Collection Hamburg City können wir wärmstens empfehlen, tolle Lage und man ist zu Fuß schnell in Altona oder an den Landungsbrücken (Elbe).
Da wir Ende Juni angereist sind hatten wir grandioses Wetter – mehr als 30°C pro Tag erwartete uns (für manche Aktivitäten sogar zu heiß).
Brücke 10
Durch eine Blogempfehlung sind wir auf die „Brücke 10“ gestoßen. Das Lokal direkt an den Landungsbrücken war immer gut besucht. Es gab sehr gute Fischbrötchen in verschiedenen Varianten. Das Personal war sehr jung, freundlich und hatten immer einen flotten Spruch auf Lager. Eine sehr angenehme Stimmung. In unseren Augen echt ein sehenswerter und leckerer Ort.
Panoptikum
Das Panoptikum zählt zum größten und ältesten Wachsfigurenkabinett Deutschlands. Da wir noch nie in einen Wachsmuseum waren und täglich in der Gegend des St. Paulis unterwegs waren, passte es sehr gut. Dadurch konnten wir für einen Augenblick der Hitze entkommen. Es gab verschiedenste Figuren, bekannte Sänger, Schauspieler, Politiker und paar komische Kreaturen, die wir nicht ganz genau zuordnen konnten. Eine schöne Abwechslung und kein Touristen-Hotspot > man kann in aller Ruhe durch das Museum gehen.
St. Michaelis
Die evangelische St. Michaelis Kirche wird auch volkstümlich der Hamburger Michel genannt. Von außen wirkt die Kirche eher unscheinbar, aber von innen sehr imposant. Durch Corona gab es zwei separate Zugänge sowie Ausgänge > hoch ging es mit dem Aufzug und runter ging es mit den Treppen. Wir waren mehr als dankbar, dass wir trotz den ganzen Einschränkungen, dennoch einen halbwegs normalen Urlaub genießen konnten.
Sankt Nikolai Mahnmal
Die Ruine der Hauptkirche St. Nikolai war sehr beeindruckend. Durch die Luftangriffe 1943 wurden viele Teile der Kirche zerstört. In der Kirche wurden Filme des 2.Weltkrieges gezeigt. Uns persönlich hat dieser Ort besonders berührt, da hier Geschichte sehr authentisch vermittelt wird.
Henssler Henssler
Da Thomas ein riesiger Steffen Henssler Fan ist, war ein Besuch beim Henssler Henssler Pflicht. Monate vorher habe ich schon eine Reservation organisiert. Das Sushi-Restaurant befindet sich an der „Grosse Elbstrasse“. Die Qualität der Speisen, war wirklich grandios. Für die ordentlichen Preise gab es leider doch sehr kleine Portionen, das Auge isst definitiv mit. Dennoch eine klare Empfehlung, wenn man einen besonderen Abend verbringen möchte.
Elbphilharmonie Hamburg
Die Elbphilharmonie ist ein Konzerthaus, welches 2016 fertiggestellt wurde. Es besitzt einen öffentlichen Raum: Die Plaza, der Eintritt hoch auf die Terrasse ist kostenlos. Uns hat Fahrt mit den zwei Rolltreppen sehr gefallen. Sehr modern und ästhetisch. Es lässt erahnen, was einem im Konzertsaal erwartet. Man hat einen wunderschönen 360° Blick auf Hamburg Innenstadt, Nordelbe sowie Hafen-City.
Alter Elbtunnel
Der Alte / Neue Elbtunnel ist ein Tunnelsystem unter der Elbe mit einer Länge von 426,5 m. Verbindet mit zwei Tunnelsystemen die nördliche Hafenkante bei den St. Pauli-Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder. Es zählt als öffentlicher Verkehrsweg / zu Fuß oder mit dem Fahrrad. 24h lang geöffnet sowie kostenlos für Personen, außer für Kraftfahrzeuge. Wenn ihr den Spaziergang vorhabt, nimmt euch nur einen Pulli mit (kühl und windig > Durchzug).
Tierpark Hagenbeck
Der Tierpark Hagenbeck befand sich außerhalb Hamburgs. Wir sind mit dem Zug hingefahren. Eine sehr weitläufige Anlage mit vielen Tieren und einer wunderschönen Pflanzenwelt / Botanik. Dazu gehörte noch ein Tropen-Aquarium, welches sich auch sehen lassen kann. Wir haben den Tag sehr genossen und sind durch den ganzen Park spaziert und haben uns wieder etwas in die Vergangenheit versetzt gefühlt. Es war eine lockere und einfach schöne Atmosphäre. Alle Menschen waren glücklich und entspannt.
Fazit
Die Tage vergingen wie im Flug. Dank des großartigen Wetters konnten wir viele bekannte Hotspots der Stadt erkunden: die Reeperbahn, St. Pauli, die Elbe, das Miniatur Wunderland, das Restaurant ALEX, Ahoi Steffen Henssler Hamburg und all die genannten Orte aus diesem Beitrag. Hamburg hat unglaublich viel zu bieten, und die Menschen sind sehr entspannt und direkt – schnell per Du, was man sonst eher aus Köln kennt.
Warst du schon einmal in Hamburg oder planst einen Städtetrip? Schreib uns gerne in die Kommentare!
Ein Plan, viel Fernweh und garantiert ein ungeplantes Abenteuer.
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Ende 2019 ging es für uns nochmals nach Thailand mit meinen Eltern. Wir haben uns diesmal für die Ecke Khao Lak entschieden. Unsere Thailand Reise war wunderschön und viel zu kurz. Da es wieder eine individuell gebuchte Reise war, konnten wir unsere Ausflüge selbst nach Lust und Laune buchen. Die zwei Wochen vergingen wie im Flug.
Verrückt wenn man bedenkt, wie sich das Leben Anfang 2020 für uns alle verändert hat.
Hotel & Lage
Outrigger Khao Lak Beach Resort war ein ***** Sterne Hotel und die Anlage war echt grandios. Eine wunderschöne Poollandschaft mit Blick direkt aufs Meer. Die Massage Damen am Strand sind wärmstens zu empfehlen. Frühstücksauswahl war mehr wie genug und typisch asiatisch. Das einzige blöde wir konnten nichts ins Meer, da es in diesen Wochen eine Quallenplage gab. Dies war das einzige negative.
Mr Bao Family Restaurant (dort haben wir auch unsere Ausflüge gebucht, dazu aber später mehr … 😊
Khao Lak City
Vom Hotel aus gab es mehrmals täglich einen kostenlosen Shuttlebus nach Khao Lak City, den wir gerne genutzt haben – meist am späten Nachmittag oder abends. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen: deutlich weniger touristisch als viele Orte auf Phuket. Überall kleine Souvenirläden, Restaurants, Bars und mobile Stände mit Pfannkuchen, frischem Obst oder Eis.
Dort gibt es authentisches, günstiges, einfaches – aber richtig gutes Essen. Die Stimmung ist locker und entspannt.
Mitten in der Stadt befindet sich außerdem das Tsunami Memorial, eine Gedenkstätte für den Tsunami vom 26. Dezember 2004. Der Ort ist sehr schlicht gehalten, mit teils einfachen Bildern, die dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Besonders das große Polizeiboot, das fast zwei Kilometer ins Landesinnere gespült wurde, lässt die Wucht der Wellen nur erahnen. Wenn man in der Stadt ist, sollte man diesen Ort definitiv besuchen. Das Museum selbst haben wir ausgelassen, da es online viele schlechte Bewertungen hatte.
Ausflüge
Unsere Ausflüge haben wir im Mr. Bao Family Restaurant gebucht. Unser Kellner entpuppte sich als Reiseleiter – und da wir uns bei ihm sehr wohlgefühlt haben und er einige Insider-Tipps parat hatte, haben wir direkt zugesagt. Seine Nummer: +66 897252289 (Sak) (Weitergabe mit Einverständnis und einer großen Empfehlung von uns.)
Wat Bang Thong Tempel
Sak brachte uns zum Wat Bang Thong Tempel, etwa 1,5 Stunden von Khao Lak entfernt. Thomas und ich haben schon viele Tempel gesehen, aber diese Anlage hat all unsere Erwartungen übertroffen. Eine weitläufige Tempelanlage mit wunderschönen Details – teilweise noch im Umbau. Wir vier waren sprachlos. Leihröcke waren Pflicht, und das Beste: Wir waren gefühlt die einzigen Touristen. Es scheint wirklich noch Geheimtipps zu geben.
Khao Lak Elephant Home
Bei Ausflügen mit Tieren sind wir etwas vorsichtiger geworden, aber Sak hat uns zugesichert, dass dies eine Alternative zum touristischen Elefantenreiten ist. Er hat definitiv recht behalten. Das Khao Lak Elephant Home war eine Auffangstation für Elefanten, ohne Metallketten oder „reiten“. Man konnte für einige Baht ein Futterkorb kaufen und die Tiere im kleinen Teich baden und reinigen. Es war ein wunderschönes Erlebnis und die Tiere wirkten sehr zufrieden. Ein Dauergrinsen gab es inklusive. Selbst meine Eltern waren mehr wie beeindruckt. Es war eine großartige Erfahrung für uns alle. Nach diesem fantastischen Erlebnis gab es noch eine Erfrischung und Obst, sowie zwei eingerahmte Erinnerungsfotos pro Paar. Bis heute haben die Bilder einen Ehrenplatz in unserer Wohnung.
Fazit
Selbst zum dritten Mal wurde Thailand nicht langweilig. Es ist sehr facettenreich und es gibt jedes Mal noch etwas wunderschönes zu entdecken. Bis jetzt hat uns die Ortschaft Khao Lak am besten gefallen. Perfekter Punkt für Ausflüge und dennoch sehr naturbelassen und nicht so überfüllt wie in Phuket selber. Die wunderschönen Strände sollte man auch nicht außer Acht lassen. Das Beste sind die netten und sehr freundlichen Menschen und natürlich das grandiose Essen.
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Nach unseren Flitterwochen auf Bali im Jahr 2018 war für uns schnell klar: Wir kommen zurück. Ein Jahr später, im Sommer 2019, reisten wir erneut nach Indonesien – diesmal als Familienurlaub. Da wir nach unserer ersten Reise so viel von der Insel geschwärmt hatten, bekam vor allem mein Vater große Lust, Bali selbst zu erleben.
Da meine Eltern kein Englisch sprechen und ein gemeinsamer Familienurlaub geplant war, übernahmen wir erneut die komplette Organisation. In diesem Bali Reisebericht teilen wir unsere Erfahrungen, Highlights, Unterkünfte, Strände und ehrlichen Eindrücke aus Jimbaran, Ubud und Sanur.
Was macht Bali so besonders?
Wenn wir an Bali denken, kommen uns sofort bestimmte Bilder in den Kopf: die bekannten Bali Vibes, die offene und herzliche Mentalität der Menschen, das entspannte Surferleben, gesundes Essen, tägliche Zeremonien und Opfergaben, traumhafte Strände und ein ganzjährig angenehmes Klima.
Die Einheimischen begegnen einem fast immer mit einem Lächeln, und diese positive Energie färbt direkt ab. Das Leben wirkt sehr unbeschwert und einfach. Ein gutes Beispiel dafür ist die Organisation im Alltag – selbst Rollervermietungen lassen sich unkompliziert per WhatsApp buchen.
Organisation & Planung
Flüge und Hotels buchten wir individuell. Bei China Airlines fanden wir ein sehr gutes Angebot für die Premium Economy. Da mein Vater sehr groß ist, hätte sich die normale Economy-Klasse – selbst mit Sitzplatzreservierung – nicht gelohnt. Preislich war der Unterschied minimal, der Komfort jedoch deutlich höher. Für einen Langstreckenflug nach Bali können wir Premium Economy absolut empfehlen.
Unsere Unterkünfte buchten wir erneut über booking.com. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, und wir hatten bisher ausschließlich positive Erfahrungen.
In Jimbaran übernachteten wir im Jimbaran Bay Beach Resort and Spa by Prabhu. Einen Mietwagen benötigten wir nicht, da beide Hotels einen Shuttle-Service anboten. Auch die Abholung am Flughafen Denpasar verlief problemlos.
Das Visum kauften wir direkt bei der Einreise. Vor der Reise lohnt es sich, die beste Reisezeit zu prüfen – hilfreich ist hierfür zum Beispiel die Website TravelKlima.
Zweiter Eindruck: Bali im Wandel
Im Vergleich zum Vorjahr war Bali deutlich voller. Der typische Bali-Flair war zwar sofort wieder da, dennoch war es erstaunlich zu sehen, wie viel sich innerhalb nur eines Jahres verändert hatte.
Für meine Eltern war alles eine positive Reizüberflutung. Sie wirkten durchgehend glücklich, neugierig und beeindruckt von der Kultur und den Menschen.
Wir entschieden uns bewusst für zwei sehr unterschiedliche Orte: Jimbaran im Süden und Ubud im Hochland. So konnten wir die Gegensätze der Insel optimal zeigen.
Jimbaran – Strand & Entspannung im Süden von Bali
Jimbaran ist ein kleiner Fischerort südlich von Kuta und bekannt für seinen langen, ruhigen Strandabschnitt. Hier geht es deutlich entspannter zu als in den touristischen Zentren. Der Ort eignet sich ideal für einen ruhigen Start in den Bali Urlaub.
Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten auf Bali
Der Uluwatu Tempel (Pura Luhur Uluwatu) gehört zu den bekanntesten Bali Sehenswürdigkeiten. Er liegt auf rund 70 Meter hohen Felsklippen und bietet einen spektakulären Blick auf den Ozean.
Drohnen sind verboten, und gegen eine kleine Gebühr erhält man einen Sarong zum Betreten der Tempelanlage. Vorsicht ist vor den freilebenden Affen geboten – sie sind neugierig und manchmal ziemlich frech. Schattenplätze sind rar, daher sollte man die Mittagssonne nicht unterschätzen.
Garuda Wisnu Park
Der Garuda Wisnu Kencana Park bietet einen guten Einblick in die balinesische Kultur. Neben Skulpturen, Souvenirshops und Warungs finden hier auch kulturelle Shows statt.
Die beeindruckende Hauptstatue ist rund 75 Meter hoch und steht auf einem Sockel, wodurch sie eine Gesamthöhe von etwa 120 Metern erreicht. Sie zählt zu den Wahrzeichen von Bali. Die Anlage ist weitläufig und gut organisiert, Drohnen sind auch hier nicht erlaubt.
Nach unserer kulturellen Besichtigung durften paar Strände zum Abkühlen nicht fehlen: Dreamland Beach und Pandawa Beach.
Dreamland Beach
Der Dreamland Beach war bereits 2018 einer unserer Lieblingsstrände – und ist es geblieben. Der Name ist Programm: ein traumhafter Strand in einer geschützten Bucht an der Westküste der Bukit-Halbinsel.
Die Anreise erfolgt am besten mit dem Roller, Parkmöglichkeiten gibt es direkt vor dem Strand.
Vorsicht: die Wellen haben es in sich. Kein Badestrand, ein Hotspot für Surfer.
Pandawa Beach
Der Pandawa Beach war 2019 unsere größte Enttäuschung. Während er 2018 noch ein echter Geheimtipp war, ist er mittlerweile stark touristisch geprägt. Ab dem Vormittag treffen Reisebusse mit mehreren Hundert Besuchern ein.
Der Strand ist zwar weiterhin schön, hat für uns aber seinen ursprünglichen Charme verloren.
Nach 10 Tagen Jimbaran ging es weiter für 4 Tage nach Ubud und Umgebung.
Ubud – Natur, Ruhe & Spiritualität
Nach zehn Tagen in Jimbaran reisten wir für vier Tage nach Ubud. Der Ort liegt im Hochland und ist umgeben von Regenwald und Reisterrassen. Hier wirkt alles entschleunigt, ruhiger und deutlich grüner als im Süden.
Wir übernachteten in den Anusara Luxury Villas Ubud. Die Mitarbeitenden waren äußerst herzlich, und unsere Villen boten einen wunderschönen Blick auf den Regenwald bzw. die Reisterrassen. Auch hier mieteten wir Roller, um die Umgebung individuell zu erkunden.
Monkey Forest
Der Monkey Forest ist ein etwa zehn Hektar großer Park mit einem hinduistischen Tempel. Affen sieht man hier garantiert, das Füttern ist jedoch verboten. Wächter sorgen für die Sicherheit von Besuchern und Tieren.
Die Atmosphäre ist mystisch, und es gibt zahlreiche schöne Fotomotive.
Auch das Zentrum von Ubud ist einen Besuch wert. Kleine Geschäfte, viel Teakholz, Kunsthandwerk und eine große Auswahl an Restaurants prägen das Bild.
Sanur war bereits bei unseren Flitterwochen ein Geheimtipp – und ist es geblieben. Der Ort ist ruhig, entspannt und deutlich weniger touristisch als andere Regionen im Süden.
Die lange Strandpromenade lädt zu Spaziergängen ein, und durch das vorgelagerte Korallenriff gibt es kaum Wellen. Sanur eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern. Wassersportarten wie Windsurfen, Tauchen oder Angeln sind ebenfalls möglich.
Fazit
Unser Bali Urlaub 2019 verging wie im Flug. Besonders schön war es, meinen Eltern diese Reise ermöglichen zu können. Sie erlebten durch uns einen sehr individuellen Urlaub und bekamen einen authentischen Eindruck von Indonesien.
Der Bali-Flair ist nach wie vor spürbar, auch wenn sich die Insel – vor allem an bekannten Hotspots – stark verändert hat. Perfekte Instagram-Spots ohne Menschen gibt es kaum noch. Wer jedoch abseits der Massen reist, findet weiterhin wunderschöne und ruhige Orte.
Wir sind gespannt, wie sich die Insel in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.
Ein Plan, viel Fernweh und garantiert ein ungeplantes Abenteuer.
Nun kommt ein ganz besonderer Beitrag für mich. Für uns ging es für acht Tage nach Schlesien – gemeinsam mit meinen Eltern. Da ich polnische Wurzeln habe, war es die perfekte Mischung aus Urlaub und dem Anwenden des Wissens meiner Eltern. Dieses Mal haben wir die Planung größtenteils ihnen überlassen. Papa kümmerte sich um die groben Aktivitäten und Buchungen, den Rest haben wir auf uns zukommen lassen. Thomas war sehr gespannt auf die Reise, und wir haben uns sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut.
Die Fahrt ging Mitte Mai 2019 ab Hennef mit dem Auto Richtung Bytom (Beuthen) los. Ich sag’s euch: Die Autofahrt war ein echtes Erlebnis – so etwas haben wir vier lange nicht mehr erlebt. Aus geplanten zehn Stunden wurden am Ende mehr als 16 Stunden Fahrt. Auf den ADAC waren wir nicht gut zu sprechen: Im Osten Deutschlands hatten wir mehrere Stopps, wollten gefühlt 15-mal umdrehen und den Urlaub abbrechen. Aber irgendwie haben wir es doch heil nach Bytom geschafft 😉
Ankunft in Schlesien
Unsere erste Tat in Bytom: zur Tankstelle fahren (es war schon nach 23 Uhr) und erst einmal Tyskie-Bier sowie etwas zu essen besorgen. An der Kreuzung vor unserem Hotel, dem B&B Hotel Katowice Centrum, entdeckte Thomas direkt den ersten betrunkenen Polen – die Go-Go-Tänzer hätten Konkurrenz bekommen. Diese Situation am Ende des Tages war wirklich die Krönung. Wir haben lange nicht mehr so viel im Auto gelacht. Im Hotel angekommen, haben wir schnell eingecheckt und sind einfach nur noch platt ins Bett gefallen.
Die anstrengende Anreise haben wir gut verdaut und nach dem Frühstück begann am nächsten Tag unser Städtetrip richtig. Erster Halt: Silesia City Center in Katowice (Kattowitz). Es war ein Shopping-Day geplant – da waren selbst die Männer glücklich. Thomas und ich waren wirklich fasziniert, wie viele große und moderne Einkaufszentren es in dieser Gegend gibt. Natürlich war ich in Kindheit und Jugend oft in Polen, aber damals ist mir das nie so aufgefallen.
Gliwice
Papa kommt aus Gleiwitz, daher zeigte er uns die wichtigsten Orte der Stadt. Man merkte richtig, wie er aufblühte.
Nice to know: Der Radiosender in Gleiwitz gilt als einer der Auslöser für den Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Kopalnia Guido
Am nächsten Tag ging es für uns ins Bergwerksmuseum Kopalnia Guido. Mein Opa war über Jahrzehnte Bergmann – ein sehr angesehener Beruf in Polen – und auch mein Papa arbeitete als junger Mann ein Jahr unter Tage. Vor einem Steinkohlebergwerk zu stehen, hatte etwas sehr Beeindruckendes. Die Erzählungen von früher ergaben plötzlich Sinn.
Dank unseres polnischen Guides erfuhren wir viel über die damalige Zeit. Für Thomas habe ich alles Wort für Wort übersetzt. Wir fuhren bis auf 320 Meter unter die Erde und lernten viel über die harte Arbeit der Bergleute. Uns wurden die Maschinen gezeigt, die unter Tage genutzt wurden, darunter ein 800 Tonnen schwerer Kohlesammelbehälter und eine Sohle Bahn. Um die Arbeitshöhe zu verdeutlichen, durften wir ein Stück Stollen in der Hocke durchqueren – so konnte man nur erahnen, wie anstrengend dieser Beruf gewesen sein muss. Außerdem lernten wir die Schutzheilige der Bergleute kennen: die heilige Barbara.
In unseren Augen eine klare Empfehlung, wenn man mehr über die Bergbaugeschichte der Region Zabrze erfahren möchte. Da das Wetter an den ersten Tagen eher bescheiden war, passten die Ausflüge unter der Erde perfekt.
Kopalnia Soli „Wieliczka”
Der zweite Ausflug führte uns ins Salzbergwerk Wieliczka, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Dieser Ort war sehr gut besucht. Die Touristenroute führte bis 130 Meter unter die Erde und umfasste etwa drei Kilometer. Zu Beginn ging es 380 Stufen hinab auf 64 Meter Tiefe. Danach durchquerten wir verschiedene Salzbereiche mit Seen, Skulpturen und sogar einem Restaurant unter Tage. Unser Highlight war die Kingakapelle auf der zweiten Sohle. Dieser Ausflug eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern.
Nach einigen Tagen in Bytom ging es weiter Richtung Zakopane.
Auschwitz-Birkenau
Auf dem Weg lag das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Oświęcim). Da der Zweite Weltkrieg für die deutsche Geschichte eine prägende Rolle spielt, war es uns wichtig, diesen Ort zu besuchen. Auschwitz zählt zu den größten Gefangenenlagern des Nationalsozialismus. Vorweg: Es ist eine sehr emotionale Tour. Die Gefühle, die dort hochkommen, lassen sich kaum beschreiben. Mir liefen mehrmals die Tränen, die Stimmung war durchgehend beklemmend, und ich habe noch nie so viel Respekt gegenüber einem Ort gespürt. Alle Besucher verhielten sich würdevoll und nahmen die Geschichte ernst.
Zitat zum Nachdenken:
„Dieser Ort sei allezeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit.
Hier ermordeten die Nazis über anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder.
Die meisten waren Juden aus verschiedenen Ländern Europas.“
Man fühlt sich selbst schuldig – was eigentlich verrückt ist. Meine Eltern hatten diesen Ort früher als Pflichtbesuch im Geschichtsunterricht. Für mich war dieser Ausflug als Erwachsene kaum auszuhalten; ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es sich für Kinder anfühlen muss.
Unsere Reiseleiterin Halina war großartig. Wir waren eine kleine Gruppe von etwa 20 Personen, jeder mit Headset. Das Wetter war kalt und nass – irgendwie passend zu diesem Ort. Die Dimensionen waren erschreckend groß. Als wir die Baracken hinter uns ließen und zum Auto zurückgingen, spürte ich, wie sich die Anspannung langsam löste.
Dieser Ort ist schwer in Worte zu fassen – wir finden, jeder sollte ihn einmal besucht haben.
So genug der Negativität.
Zakopane
Weiter ging es nach Zakopane. Eine schöne gemütliche Stadt. Dort haben wir die nächsten Tage im Hotel Villa Nova verbracht mit Blick auf die Berge.
Die nächsten Tage haben wir mit vielen Spaziergängen / Wanderungen gefüllt, waren wieder shoppen und haben jeden Abend köstlich gegessen.
Morski Oko
Eine klare Empfehlung von uns ist die Wanderung zum Meerauge (Morski Oko). Wir nahmen einen Bus von Zakopane nach Palenica Białczańska, da die Parkplatzsituation dort sehr angespannt ist. Die Fahrt dauerte etwa 40 Minuten.
Wir entschieden uns für die rote Route über den Oswald-Balzer-Weg. Die neun Kilometer lange Strecke ging stetig bergauf und dauerte etwa 2,5 bis 3 Stunden – je nach Kondition. Es gibt auch Pferdekutschen, aber wir fanden das nicht besonders tierfreundlich. Die Straße ist asphaltiert (gut für Familien mit Kinderwagen), alternativ gibt es Abkürzungen. Oben angekommen wird man mit einem traumhaften Blick auf die Hohe Tatra und den See belohnt – den wohl bekanntesten See Polens.
Kraków
Unser letzter Ausflug führte uns nach Krakau, auch bekannt als „Paris an der Weichsel“. Die Stadt beeindruckt mit ihrem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern und dem jüdischen Viertel. Das Wahrzeichen ist der Marktplatz Rynek Główny mit zahlreichen Cafés und Restaurants. Auf Empfehlung einer Einheimischen machten wir eine etwa 1,5-stündige Stadtrundfahrt mit einem kleinen Tuk-Tuk – inklusive Insiderwissen und Routen, die wir sonst nie entdeckt hätten. Selbst meine Eltern waren sprachlos. Wir fuhren auch an der Oskar-Schindler-Emaillefabrik vorbei, leider gab es spontan keine Tickets mehr.
Viel zu schnell gingen die Tage in Polen vorbei. Besonders schön war es, meine Eltern dabeizuhaben – durch ihre Perspektive und Erfahrungen haben wir das Land noch einmal ganz anders erlebt. Was wir unbedingt positiv hervorheben müssen, ist das polnische Essen. Ich kenne es nicht anders, aber Thomas war täglich im siebten Himmel. Polnisches Essen ist köstlich, die Portionen sind groß, und man verlässt jedes Restaurant glücklich und satt.
Die Rückfahrt verlief diesmal reibungslos. Zufrieden, mit ein paar Kilo mehr auf den Rippen und vielen Vorräten im Gepäck, sind wir wieder zu Hause angekommen 😉
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Asien hat sich über die Jahre zu unserem absoluten Lieblingsreiseziel entwickelt. Die Gelassenheit der Menschen, das warme Klima, das unglaublich gute Essen und die traumhafte Naturkulisse begeistern uns jedes Mal aufs Neue.
Durch unsere Recherchen wussten wir, dass ab November die Sommerzeit in Phuket beginnt. Da wir bei unserer letzten Reise großes Wetterglück hatten, entschieden wir uns erneut für Ferien ab Mitte November – eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben.
Lage / Hotel
Dieses Mal fiel unsere Wahl auf die Ortschaft Karon. Übernachtet haben wir im Horizon Karon Beach Resort & Spa – ein wirklich schönes, typisch thailändisches Hotel auf einer Anhöhe gelegen.
Der tägliche Weg zurück ins Hotel hatte es zwar etwas in sich (der Berg war jeden Abend eine kleine Herausforderung 😉), eignete sich aber perfekt als Verdauungsspaziergang nach dem Essen.
Doppelzimmer mit Frühstück
Strand in ca. 5 Minuten erreichbar
Essen meist außerhalb des Hotels
Ein kleiner Minuspunkt für uns: In Karon waren sehr viele osteuropäische Touristen, vor allem Russen. Grundsätzlich kein Problem – allerdings wurde man gefühlt überall auf Russisch angesprochen, sogar von Thais. Unsere Reise liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, aber wer mehr Ruhe sucht, dem würden wir Karon selbst eher nicht empfehlen.
Entlang der Karon Road findet man Restaurants und Bars an jeder Ecke. Geschmacklich waren wir überall zufrieden. Abends erwacht der Ort richtig zum Leben.
Ein echtes Highlight war für uns:
🎯 Dino Park Mini Golf & Restaurant Eine liebevoll gestaltete Anlage mit abwechslungsreichen Bahnen – wir hatten richtig Spaß!
Trotz der vielen Touristen ist der Karon Beach erstaunlich sauber. Der Strand bietet:
einen breiten, flachen Einstieg ins Meer
feinen, goldgelben Sand
eine Länge von ca. 4 km
Vereinzelt gab es Quallen, ansonsten war die Wasserqualität top. Sonnenliegen mit Schirmen waren ausreichend vorhanden.
💆♀️ Strandmassagen können wir absolut empfehlen – damals zahlten wir 300 Baht pro Stunde.
Aktivitäten in Thailand
An einem Tag haben wir einen Ausflug nach Krabi gemacht. Gebucht haben wir den Ausflug über ein Reisebüro von der Straße. Wir sind einige Stände abgegangen und haben uns mehrere Angebote von der gleichen Tour geben lassen und dann haben wir nach unserem Bauchgefühl entschieden und gebucht. Vom Rassada Pier ging es Richtung Krabi. Die Fahrt mit der Fähre / Speed Boot war schon ein Erlebnis für sich. Die Landschaft ist nicht mit Worten zu beschreiben, einfach faszinierend wie die Felsformationen aus dem Meer ragen. Für uns war es einer der schönsten Ausflüge. Wir hatten einen Schnorchel Stopp und haben halt auf drei Inseln mit traumhaften Stränden gemacht.
Rai Leh
Ao Phra Nang Beach
Ton Sai Beach
Nach einem Tag Entspannung und Sonnen haben wir uns für ein Tag Aktion entschieden.
Wir sind Quad gefahren und danach haben wir eine Rafting Tour durch einen Fluss gemacht (haben uns für die Längste Route von ca. 7 km entschieden). Unsere Guides waren super und wir haben sehr viel gelacht.
Beide Touren waren wirklich gut und wir haben uns jeweils für einen englischen Sprachführer entschieden.
Patong
Ein Besuch in Patong durfte natürlich nicht fehlen. Unser Hotel bot mehrmals täglich einen kostenlosen Shuttle – den nutzten wir zweimal.
Der Strand selbst konnte uns nicht überzeugen: sehr voll und hektisch. Unser Ziel war die berühmte Bangla Road bei Nacht.
Tagsüber eher unscheinbar, verwandelt sich die Straße ab 18 Uhr (Autos werden gesperrt) in eine bunte Partymeile – fast wie die Reeperbahn in Hamburg.
Bars & Clubs
Promoter
Ladyboys
Sextourismus
Streetfood an jeder Ecke
Spannend für ein paar Stunden, aber kein Ort, den wir als Urlaubsbasis wählen würden. Zum Glück bietet Phuket viele schönere Alternativen.
An jeder Ecke gibt es Cocktail Bars, Diskotheken, Promoter, Lady Boys, junge Damen die diverse Aktivitäten anbieten (Sextourismus) oder ganz einfache „Fressbuden“ 😉
Loi Krathong
Die Tradition kommt aus Indien und spiegelt die Danksagung an die Gottheit dar. Das Fest findet jedes Jahr in der Vollmondnacht des zwölften Mondmonats statt.
Diesmal haben wir unseren Urlaub extra so geplant, dass wir beim Lichterfest dabei sein konnten. Im Jahr 2018 war das Fest am 22. November. Die Thais waren Tage vorher schon am Schmücken, Basteln und haben eine Tribüne und ganz viele Stände aufgebaut. Es wirkte wie ein Volksfest mit viel Essen und Trinken. Es wurden Krathongs verkauft (ein Gesteck aus Bananenstaude mit Blüten, Kerzen oder Räucherstäbchen geschmückt) sowie Laternen / Fackeln. An dieser besonderen Tradition haben wir teilgenommen. Wir haben uns ein Krathong gekauft und es im See treiben lassen.
Die Bedeutung: Den ganzen Ärger und die Verunreinigung vom Jahr sollen losgelassen werden.
Den Gedanken fanden wir sehr schön. Die Stimmung auf dem Fest war sehr locker, heiter und einfach sehr gemütlich. Ein wunderschönes Spektakel.
Fazit
Phuket bietet wirklich alle Facetten: Entspannung, Action, Natur, Nachtleben und Kultur. Egal, wie man seinen Urlaub gestalten möchte – hier kommt jeder auf seine Kosten.
Pro
Wetter
Land und Leute
Kostengünstig vor Ort
Wunderschöne Natur sowie Strände
Gutes Essen
Massagen grandios und dies direkt am Meer
Kontra
Flugzeit
Man müsste Englisch beherrschen um individuell Reisen zu können
Ggf. internationaler Führerschein > für Roller / Auto
Flugkosten + Hotelkosten höher als bei einer Reise in Europa
Leider vergehen die schönsten Wochen immer viel zu schnell, und ehe man sich versieht, sitzt man wieder im kalten, regnerischen Deutschland …
🎥 Schaut gerne auf unserem YouTube-Kanal vorbei, dort bekommt ihr einen noch besseren Eindruck von unserer Reise!
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